Stabsrahmenübung „Schneeflocke“

Ein plötzlicher, bundesweiter Wintereinbruch in der Nacht vom Donnerstag, den 15. November, auf Freitag, den 16. November 2012, mit starken Schneefällen führt auch in weiten Teilen des Hochtaunuskreis zu Schneehöhen in den Niederungen bis 30 cm und in Höhenlagen ab 300 Meter bis 70 cm. Begleitet werden die Schneefälle von Windgeschwindigkeiten in Böen von 100-130 km/h. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 und –2 Grad Celsius.

Die Rettungskräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technisches Hilfswerk sind durch entsprechende Wettermeldungen des Deutschen Wetterdienstes in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Dennoch bricht in der Großgemeinde Weilrod das öffentliche Leben zusammen, die Ortschaften Altweilnau Putty download bleeping , Cratzenbach, Finsternthal, Mauloff, Niederlauken, Oberlauken und Riedelbach sind durch unter der Schneelast zusammen gebrochener Bäume, die die Kreis- und Landesstraßen versperren nicht zu erreichen, in freien Lagen sind die Straßen durch Schneewehen versperrt.

Alle Weilroder Feuerwehren sind in Ihren Ortsteilen tätig, Einsätze wie PKW im Straßengraben, umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer müssen abgearbeitet werden. Treibstoffe und Lebensmittel werden knapp, die Stromversorgung in einzelnen Ortschaften ist zusammen gebrochen.

Gut 250 Einsatzkräfte der Weilroder Feuerwehren sind ununterbrochen im Einsatz, zudem der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes.

Dies war für die Führungsgruppe des 12. Löschzug des Hochtaunuskreis zum Glück nur ein fiktives Szenario, welches sich die Übungsleitung um den Sachbearbeiter Katastrophenschutz des Hochtaunuskreis, Wolfgang Reuber, ausgedacht hatte. Nach dem Katastrophenschutzkonzept des Landes Hessen werden bestimmte Großschadenslagen in wechselndem Rhythmus in verschiedenen Gruppen beübt, so auch die Schneekatastrophe im Hintertaunus.

Zur Abarbeitung der Übungslage wurde das Feuerwehrgerätehaus in Hasselbach am Samstag den 17. November zur Einsatzleitzentrale umfunktioniert. Die Zugführung des Weilroder Katastrophenschutz-Löschzuges unter der Leitung von Zugführer Jürgen Mühle puttygen ssh , verstärkt durch weitere Führungskräfte verschiedener Weilroder Ortsteile, hat dort die vielfältigen Lagen abgearbeitet. Insgesamt wurden auf dem Papier innerhalb von zwei Stunden 53 Einsatzstellen in den 13 Weilroder Ortsteilen erfasst, in einer Lagekarte eingezeichnet, mit Einsatzkräften beschickt und entsprechende Lagemeldungen hierzu aufgenommen und weitergeleitet.

Als Übermittlungsstelle für die Einsatzkräfte Weilrod, war an diesem Tag auch der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) des Hochtaunuskreises zusammen mit der Führungs- und Kommunikationsgruppe unter der Leitung des Kreisbrandmeisters Andreas Knippler nach Hasselbach gekommen.. Vom ELW 2 aus wurden die in Weilrod erfassten Einsatzstellen samt zugehörigen Rückmeldungen und Anforderungen an den zur gleichen Zeit im Bad Homburger Landratsamt übenden Katastrophenschutzstab des Hochtaunuskreises übermittelt. Hierzu nutzt der Kreis eine spezielle Software, welche in Weilrod bisher nicht aktiv mitgenutzt wird, was sich jedoch schon bald ändern könnte.

Bei dieser Übung war auch der neue Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) der Gemeinde Weilrod eingebunden. Das Fahrzeug wurde gebraucht von der Hessischen Landesfeuerwehrschule gekauft und zur Betreuung bei der Ortsteil-Feuerwehr Gemünden stationiert. Der ELW 1 kommt in der gesamten Gemeinde Weilrod bei entsprechenden Einsatzmeldungen zur Unterstützung des örtlichen Einsatzleiters zum Einsatz. Aktuell sind die Feuerwehrkameraden aus Gemünden damit beschäftigt den ELW mit umfangreicher Kommunikationstechnik (Telefon/Fax/Internet/Funk) sowie Computerequipment für die Einsatzdokumentation und Informationsvorhaltung einzurichten.

Zum Abschluss der Übung konnte man feststellen, ein gigantisches Einsatzszenario was hoffentlich nie in Weilrod eintreffen wird.

Dennoch wäre die Feuerwehr für solch eine Aufgabe gut gerüstet.

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